Hintergrund und Rahmenbedingungen
In den Vereinigten Staaten ist die duale Berufsausbildung kaum vorhanden, da der Hauptweg zur Erlangung einer formellen Berufsqualifikation über die Hochschule führt. Im Jahr 2016 haben sich 69,7 % der Highschool-Absolventen für ein College oder eine Universität eingeschrieben, im Vergleich zu 56 % in Deutschland. Die Gesamtkosten für die Hochschulausbildung setzen sich aus Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung, Kosten für Bücher und Lernmittel, persönlichem Bedarf und Transportkosten zusammen. Gemäß dem Patient Protection and Affordable Care Act (Obamacare) können Studenten bis zum 26. Lebensjahr in der Krankenversicherung ihrer Eltern versichert bleiben.
Die niedrigsten Studiengebühren werden an Community Colleges erhoben, die Associate Degrees anbieten. 44 % aller Undergraduate-Studenten besuchen solche Community Colleges und wechseln dann zu regulären Hochschulen, um ihren Bachelorabschluss zu erlangen. Die Studiengebühren an Community Colleges belaufen sich durchschnittlich auf 5.002 US-Dollar pro Jahr.
An vierjährigen öffentlichen Hochschulen betragen die Studiengebühren im Jahr 2022/2023 durchschnittlich 10.940 US-Dollar pro Jahr, während sie an privaten Hochschulen durchschnittlich 39.400 US-Dollar pro Jahr betragen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung an öffentlichen Hochschulen belaufen sich durchschnittlich auf 12.310 US-Dollar pro Jahr und an Privathochschulen auf 14.030 US-Dollar pro Jahr.
Mindestens 50 amerikanische Hochschulen verlangen mehr als 60.000 US-Dollar pro Jahr für Studiengebühren, Unterbringung und Verpflegung. Viele Berufe, insbesondere im medizinischen und juristischen Bereich, erfordern nach Abschluss des vierjährigen Bachelor-Studiums den Besuch einer weiteren Hochschule wie einer Medical School oder Law School. Andere Berufe erfordern einen Master-Abschluss und somit mindestens sechs Jahre Studium.
Schätzungsweise können sich 38 % aller Studenten ein Hochschulstudium nur als Teilzeitstudium leisten. Im Jahr 2017 haben 50 % aller Studenten nicht in Wohnheimen gewohnt, sondern während des Semesters zu Hause gelebt.