Mathematische Schülergesellschaft
In den 1970er-Jahren wurden in der DDR Mathematische Schülergesellschaften (MSG) gegründet, um mathematisch begabte Schüler zu fördern. Diese Vereine bestehen zum Teil bis heute und bieten wöchentliche Nachmittagskurse sowie “Mathelager” während der Sommerferien an. Der Unterricht wird von Universitätslehrern und Studenten geleitet. Die Mathematische Schülergesellschaften waren Teil eines umfassenden Begabtenförderungssystems in der DDR, das auch mathematische Spezialschulen, Spezialklassen an Universitäten, Mathematik-Olympiaden und die Auswahl talentierter Schüler umfasste. Durch diese Maßnahmen wurde begabten Schülern die Möglichkeit gegeben, ihr mathematisches Talent weiterzuentwickeln und sich auf nationalen Wettbewerben zu messen. Die Mathematische Schülergesellschaften waren somit ein wichtiges Instrument zur Förderung mathematischer Talente in der DDR.
