Konzept
Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen haben methodenorientierte Workshops entwickelt, die auf verschiedene Schulformen zugeschnitten sind. In der Mittel- und Oberstufe liegt der Fokus auf Wissenschaftsvorbereitung, Präsentationstechniken, Medientraining und Projektmanagement. In den unteren Jahrgängen stehen Lerntechniken, Referate und mediengestützte Sprachförderung im Vordergrund. Die Workshops sind in Themeneinheiten (Module) strukturiert und dauern jeweils 90 Minuten.
Die Inhalte der Workshops werden vom Qualitätsteam, bestehend aus Lehramtsstudierenden, regelmäßig überprüft und basierend auf Feedback von Schülern und Lehrern aktualisiert. Die Kompetenzpartner in den Bundesländern, wie Universitäten und Elternverbände, sind ebenfalls in den Qualitätsprozess eingebunden. Das Programm erhält auch Unterstützung von den regionalen Schulverwaltungen. Prominente Bildungspolitiker wie Jürgen Zöllner, Sandra Scheeres und Christa Goetsch sehen das Programm als sinnvolle Bereicherung des Schulangebots.
Die Workshops finden im Rahmen des Projektunterrichts, an Projekttagen, Wandertagen oder als Nachmittags-AGs statt. Schulen schätzen die Beteiligung der Studenten als große Bereicherung. Für Lehramtsstudierende bieten die Workshops eine wertvolle Praxiserfahrung neben dem theoretischen Studium. Das Programm zielt darauf ab, sie frühzeitig mit ihrem zukünftigen Berufsfeld zu konfrontieren. Die Studierenden betrachten die Workshops als gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln, die im Studium oft zu kurz kommen.
Geschichte
Studierende machen Schule wurde von Robert Greve, Jasmin Bildik und Lisa Eineter im Sommer 2007 ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, Schülerinnen und Schülern die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens näherzubringen. Dies sollte direkt an den Schulen im Rahmen der neuen Berliner Prüfungskomponente zum Abitur geschehen. Das Programm wurde so erfolgreich, dass es nach kurzer Zeit auch in Hamburg und Brandenburg eingeführt wurde.
Das Angebot von Studierende machen Schule wurde kontinuierlich ausgebaut und das Team wuchs stetig. Die Lehramtsstudierenden haben erkannt, dass sie mit ihrem Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildung leisten können. Sie unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten zu verbessern.
Durch die direkte Zusammenarbeit von Studierenden und Schülern entsteht eine Win-Win-Situation. Die Studierenden sammeln wertvolle Erfahrungen im Umgang mit den Schülern und können ihr Wissen weitergeben. Die Schülerinnen und Schüler wiederum profitieren von dem Fachwissen der Studierenden und erhalten eine fundierte Vorbereitung auf das Abitur.
Studierende machen Schule hat sich mittlerweile als fester Bestandteil des Bildungssystems etabliert und wird weiterhin erfolgreich in Berlin, Hamburg und Brandenburg durchgeführt. Das Programm zeigt, wie wichtig es ist, dass Lehramtsstudierende bereits während ihres Studiums praktische Erfahrungen sammeln können. Es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine gezielte Förderung und bereitet sie optimal auf ihre Prüfungen vor.