Stipendien
Stipendien sind eine Form der finanziellen Bildungsförderung, bei der das Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Es gibt verschiedene Arten von Stipendien, bei denen Studenten entweder einmalige oder regelmäßige Zahlungen über einen bestimmten Zeitraum erhalten. In Deutschland gibt es rund 2.300 verschiedene Stipendiengeber. Um ein Stipendium zu erhalten, sind nicht unbedingt herausragende schulische oder akademische Leistungen erforderlich. Jeder Stipendiengeber hat seine eigenen Kriterien und Voraussetzungen für die Vergabe. So kann beispielsweise soziales oder politisches Engagement, der Beruf der Eltern, die Konfession oder der Bildungshintergrund eine Rolle spielen.
Etwa 25% aller Stipendien werden von den 13 Begabtenförderungswerken vergeben, die häufig mit Organisationen verbunden sind, die bestimmte Weltbilder oder ideelle Werte verfolgen. Die Voraussetzungen für die Vergabe dieser Stipendien variieren stark.
Das Deutschlandstipendium wird sowohl vom Bund als auch von privaten Stiftern finanziert. Stipendiaten erhalten über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 300 Euro. Das Bewerbungsverfahren und die Voraussetzungen variieren je nach Hochschule, orientieren sich jedoch in der Regel an herausragenden Leistungen und gesellschaftlichem Engagement des Stipendiaten sowie hochschulinternen Kriterien. Im Jahr 2019 erhielten 28.159 Studenten eine Förderung durch das Deutschlandstipendium, wobei die Gesamtfördersumme über 29 Millionen Euro betrug.
Eine weitere Art des Stipendiums ist die Erasmus-Förderung für Auslandsaufenthalte. Hier erhalten Studenten für bis zu 12 Monate monatliche Zuschüsse zwischen 262 Euro und 368 Euro. Die Förderung umfasst sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge sowie Auslandssemester während der Promotion.
Studienfonds
Studienfonds sind eine Finanzierungsmöglichkeit für Studenten, bei der sie sowohl einmalige als auch monatliche Zahlungen während ihres Studiums erhalten können. Im Gegensatz zu einem Studienkredit ist die Rückzahlung der Finanzierung einkommensabhängig, wobei ein prozentualer Anteil des Einkommens über einen festgelegten Zeitraum zurückgezahlt wird. Die meisten Anbieter haben Schutzmechanismen, um die Studenten vor einer Überschuldung zu bewahren, wie beispielsweise ein Mindesteinkommen, ab dem die Rückzahlung beginnt.
Private und institutionelle Anleger investieren in Studienfonds, um die Ausbildung von Studenten zu unterstützen. Die Studenten erhalten finanzielle Unterstützung, Coachings und Zugang zu einem Firmennetzwerk während ihrer Studiendauer. Nach Abschluss des Studiums zahlen die Studenten einen festgelegten Anteil ihres Einkommens über einen bestimmten Zeitraum zurück. Dies dient sowohl den Investoren als Rendite als auch der Finanzierung des Studiums für nachfolgende Studentengenerationen.
Verschiedene Studienfonds haben unterschiedliche Kriterien für ihre Finanzierung. Beispielsweise finanzieren “Brain Capital” und “Chancen eG” die Studiengebühren, während die “Deutsche Bildung AG” nicht nur Studiengebühren, sondern auch Lebenshaltungskosten und andere mit dem Studium verbundene Ausgaben finanziert.