Logo
Neuesten Nachrichten
  • Firmen
  • Bundesländer
28 September 2024

Honnefer Modell

Förderung Bildungsförderung

Das Honnefer Modell, das 1955 beschlossen und 1957/58 eingeführt wurde, war ein Vorläufer des heutigen Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). Es diente der finanziellen Unterstützung von Studenten während ihres Studiums. Ähnlich wie beim BAföG bestand die Förderung aus Stipendien und Darlehen, jedoch gab es keinen Rechtsanspruch. Während der Gültigkeit des Honnefer Modells von 1957 bis 1971 erhielten jährlich etwa 15 bis 19 Prozent der damaligen Studenten eine finanzielle Unterstützung.

Vorgeschichte

Die Diskussion über eine Neuordnung der Studienförderung begann 1952 aufgrund der Erkenntnisse der ersten Sozialerhebung der Studentenwerke. Es wurde festgestellt, dass die Studenten kaum vom Wirtschaftswunder profitierten und die bestehenden Sozialleistungen nicht ausreichend waren. Im selben Jahr beschlossen die Westdeutsche Rektorenkonferenz, der Hochschulverband und die Studentenwerke die Einberufung einer Hochschulkonferenz. Vorher hatten verschiedene Studenten- und Hochschulorganisationen Vorschläge gemacht. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) sprach sich für ein eltern- und einkommensunabhängiges “Studienhonorar” sowie ein “umfassendes studentisches Arbeitshilfsprogramm” aus. Der Liberale Studentenbund (LSD) hingegen forderte großzügige Darlehensvergabe und Steuererleichterungen für Studenten. Die WRK und der Hochschulverband orientierten sich am Modell der Studienstiftung des deutschen Volkes und legten Wert auf die Begabung der Studenten. Der Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) plädierte für eine Mischung aus Stipendien, Darlehen und Ausbau der indirekten Hilfen. Nach der Verabschiedung des Modells durch die Honnefer Konferenz im Herbst 1955 dauerte es fast zwei Jahre, bis es umgesetzt wurde. Erst nachdem der VDS mit Vorlesungsstreiks gedroht hatte, wurden die benötigten Haushaltsmittel vom Bundestag bereitgestellt.
Das Honnefer Modell war eine frühere Form der Studienfinanzierung, die sich von dem heutigen BAföG unterschied. Anstatt einer gesetzlichen Regelung basierte das Honnefer Modell lediglich auf gemeinsamen Förderrichtlinien des Bundes und der Länder. Es galt nur für Studierende an wissenschaftlichen Hochschulen wie Universitäten und wurde erst 1964 durch ein Verwaltungsabkommen formalisiert. Im Gegensatz zum BAföG gab es keinen Rechtsanspruch auf Förderung – die Entscheidung darüber lag bei den Förderungsausschüssen der Hochschulen. Die Auszahlung und Rückforderung des Darlehensanteils wurde von den jeweiligen Studentenwerken übernommen. Das Honnefer Modell beinhaltete eine Anfangs- und Hauptförderung, wobei die Anfangsförderung auf die ersten drei Semester begrenzt war und anfangs maximal 150 DM pro Monat betrug. Die Semesterferien mussten weiterhin selbst finanziert werden. Nach Ablauf der Anfangsförderung war eine erneute Bewerbung für die Hauptförderung erforderlich, wofür Leistungsnachweise oder Gutachten vorgelegt werden mussten. Die Hauptförderung umfasste auch die vorlesungsfreie Zeit und betrug maximal 200 DM, wobei die Hälfte als Stipendium und die andere Hälfte als rückzahlbares Darlehen gezahlt wurde.

Weiterentwicklung und Ablösung durch das BAföG

Nach der Einführung des Honnefer Modells im Jahr 1958 stieg die Zahl der geförderten Studenten auf knapp 20 Prozent an. Allerdings sank diese Quote bis 1963 auf unter 15 Prozent. Ein Grund dafür war, dass die Fördersätze und Elternfreibeträge nicht mit der Preisentwicklung Schritt hielten. Dadurch nahm auch das Werkstudententum wieder stark zu. Ein weiteres Problem war die unklare Rechtsgrundlage für die Förderung.

Der Verband Deutscher Studenten (VDS) setzte sich bereits in den 1960er Jahren für ein Ausbildungsförderungsgesetz ein. Die Rektorenkonferenz und die damalige SPD-Opposition unterstützten dieses Vorhaben. Doch erst mit der sozialliberalen Bundesregierung unter Willy Brandt kam es zur Verabschiedung des BAföG im Jahr 1969 für Schüler und 1971 für den Hochschulbereich.

Haus der Wirtschaftsförderung (Region Hannover) Effektive Finanzierung von Flüchtlingsunterkünften: Alles über zweckgebundene Kommunalkredite

Related Posts

Bildungsförderung

Vodafone Stiftung Deutschland

Bildungsförderung

Axel-Corti-Preis

Bildungsförderung

Artist in Residence

Beliebte Beiträge

  • durch Europa fahrenReiseplanung: Was man bei Autofahrten durch Europa beachten sollte
    Europa öffnet die Türen zu vielen verschiedenen
  • Lagerarbeit optimierenLagerarbeit optimieren: So gelingen die Prozesse effizienter und genauer
    Das Lager ist das Herzstück vieler Unternehmen. Damit
  • Online-MeetingOnline-Meeting-Kultur verbessern: Wie Sie virtuelle Besprechungen effektiver und kürzer gestalten
    Seit der digitalen Transformation des Arbeitsplatzes

Ausbildung bei FC Bayern

Logo
  • Startseite
  • Datenschutzerklärung
  • Kontaktiere uns
  • Impressum
© Landespressedienst 2026

EasyCredit-BBL

Alba Berlin
Basketball Löwen Braunschweig
BG Göttingen
FC Bayern München Basketball

Fussball

FC Kaiserslautern
FC Nürnberg
FC Union Berlin
Bayer 04 Leverkusen

Parteien

AfD
CDU
CDU/CSU
CSU