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15 March 2025

Studienfinanzierung

Förderung Bildungsförderung

Studienfinanzierung ist die Finanzierung eines Studiums an einer Universität, Hochschule oder Fachhochschule.

Studienfinanzierung in Deutschland

Umfassende Zahlen zur Studienfinanzierung werden jährlich durch das Deutsche Studentenwerk erhoben und in dessen Sozialerhebungen publiziert. Insbesondere nach der Einführung von Studiengebühren an vielen deutschen Universitäten im Jahr 2006[1], welche bis 2014 in allen Bundesländern wieder abgeschafft worden sind, wurden sowohl von staatlicher Seite als auch von Banken zahlreiche Finanzierungspläne vorgestellt.

Einer Studie des deutschen Studentenwerks gemäß sind die Kosten des Studiums je nach Studienfach, Studienort und Lebensweise des Studenten individuell unterschiedlich. Hauptausgabenblöcke der Studenten sind: Kosten der Unterkunft, allgemeine Lebenshaltungskosten (Kosten für Lebensmittel, Konsumgüter und Dienstleistungen einschließlich Verkehr, Gesundheit und Freizeit) sowie eigentliche Kosten des Studiums (z. B. für Studiengebühren oder Lernmittel).

Durchschnittlich stehen jedem Studenten monatlich 918 Euro[2] zur Verfügung. Hamburg liegt mit 1.023 Euro im Schnitt auf Platz 1, während Sachsen mit durchschnittlich 798 Euro im Bundesvergleich das Schlusslicht bildet. Die Quellen dieser Geldmittel sind hauptsächlich Mittel der Eltern (51 %[2]), Studentenjobs (26 %[2]) und Förderungen gemäß BAföG (12 %[2]) sowie zu kleinen Anteilen Stipendien, Bildungsfonds oder Bildungskredite (insgesamt 12 %[2]).

Staatliche Fördermittel

In Deutschland gibt es staatliche Förderungen für die Studienfinanzierung, die als BAföG bekannt sind. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz regelt diese Förderungen. Neben dem BAföG gibt es auch Stipendien und Bildungskredite, die im Rahmen dieses Gesetzes angeboten werden. Diese finanziellen Unterstützungen sollen dazu beitragen, dass Studierende ihre Ausbildung finanzieren können. Dabei können sie entweder einen Zuschuss erhalten oder einen zinsgünstigen Kredit aufnehmen. Das BAföG wird einkommensabhängig berechnet, sodass die Höhe der Förderung von den finanziellen Verhältnissen der Studierenden und ihrer Eltern abhängt. Das Ziel dieser Förderungen ist es, allen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine faire Chance auf Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Daher ist es wichtig, dass Studierende sich über ihre Möglichkeiten informieren und die verschiedenen Finanzierungsoptionen prüfen, um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können.

BAföG

Das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist eine finanzielle Unterstützung für Studenten, die den Grundgedanken der Chancengleichheit verfolgt. Es bietet Mittel für den Lebensunterhalt und die Ausbildungskosten. Die Höhe des BAföG-Satzes hängt vom Einkommen der Eltern ab, es gibt jedoch auch eine elternunabhängige Ausbildungsförderung. Seit 2008 können auch Studien im europäischen Ausland über das BAföG gefördert werden.

Das BAföG besteht aus einem Zuschuss und einem zinslosen Darlehen. Maximal müssen 10.010 Euro zurückgezahlt werden. In der Regel werden Studenten bis zum Ende der Regelstudienzeit gefördert, unabhängig von Bachelor- oder Masterstudiengängen. Der BAföG-Satz basiert auf pauschalen Bedarfssätzen und betrug 2019 maximal 853 Euro pro Monat. Ab dem Wintersemester 20/21 wird er auf 861 Euro angehoben. Etwa 25% aller Studenten erhalten eine Förderung nach dem BAföG-Gesetz.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 1,9 Milliarden Euro an ca. 384.000 Studenten ausgezahlt, was einer durchschnittlichen Förderungssumme von 5.000 Euro pro Student entspricht.

Die Förderung durch das BAföG ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Studierende verlieren in der Regel ihren Anspruch, wenn sich ihre Studienzeit verlängert, sie den Studiengang wechseln oder das Studium abbrechen, um zum Beispiel eine Ausbildung zu beginnen.

Bildungskredit

Der Bildungskredit ist ein zinsgünstiges Angebot der Bundesregierung, das unabhängig vom Einkommen und Vermögen in fortgeschrittenen Phasen der Ausbildung genutzt werden kann. Sowohl das eigene Einkommen als auch das der Eltern oder Ehepartner spielt dabei keine Rolle. Im Rahmen des Bildungskreditprogramms können Studenten bis zu 7.200 Euro erhalten, entweder als Einmalzahlung von bis zu 3.600 Euro oder als monatliche Zahlungen von höchstens 300 Euro über maximal 24 Monate. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bildungskredit mit anderen Finanzierungen zu kombinieren. Der Antrag für den Bildungskredit wird beim Bundesverwaltungsamt in Köln gestellt, während die KfW die Abwicklung übernimmt.

Private Finanzierung

Eine große Anzahl von Studenten in Deutschland finanziert ihr Studium mithilfe von privaten Mitteln. Etwa 86% der Studenten erhalten finanzielle Unterstützung von ihren Eltern, im Durchschnitt in Höhe von 541 Euro pro Monat. Zusätzlich tragen 61% der Studenten durch eigene Arbeit zur Finanzierung ihres Studiums bei und verdienen durchschnittlich 385 Euro pro Monat. Ein beliebter Weg für Studenten, ihr Einkommen aufzubessern, ist ein Minijob, bei dem bis zu 450 Euro monatlich steuerfrei verdient werden können. Dies ist auch möglich, wenn man BAföG und Kindergeld bezieht. Der allgemeine jährliche Steuerfreibetrag liegt bei 9.408 Euro. Für studentische Mitarbeiter gilt ein Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde, mit Ausnahme von Pflichtpraktika, dualen Studiengängen oder Praktika mit einer maximalen Dauer von drei Monaten. Normalerweise dürfen Studenten bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten, ohne ihren Studentenstatus zu verlieren. Während der Semesterferien sind auch längere Arbeitszeiten erlaubt und es spricht man dann von einer Werkstudententätigkeit oder einem studentischen Mitarbeiter. Als Werkstudent müssen keine Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden, lediglich ein Beitrag zur Rentenversicherung ist obligatorisch. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Werkstudententätigkeit Auswirkungen auf die Krankenversicherung und die Höhe des BAföGs haben kann. Ein monatliches Einkommen über 450 Euro hat jedoch keine Auswirkungen auf die Zahlung des Kindergeldes, solange das Studium noch nicht abgeschlossen ist.

Studienkredite

Früher gab es viele Banken, die Kredite für Studenten anboten, aber das Angebot hat sich stark reduziert. Jetzt ist die KfW mit ihrem Studienkredit der einzige Anbieter auf dem Markt, abgesehen von einigen lokalen Angeboten. Die meisten Banken haben ihre eigenen Angebote eingestellt und fungieren jetzt nur noch als Vermittler für KfW-Kredite. Studienkredite haben Zinsen und die Rückzahlung beginnt normalerweise zu einem festgelegten Zeitpunkt. Einzigartig bei Studienkrediten ist, dass die Kreditsumme in monatlichen Raten ausgezahlt wird und die Auszahlungssumme flexibel angepasst werden kann. Die Zinsen können entweder während der Auszahlungsphase oder bei der Rückzahlung fällig werden. Studenten können mit Hilfe von Krediten auch kleine Finanzierungslücken schließen, ohne dass dies auf ihr BAföG angerechnet wird.

Stipendien

Stipendien sind eine Form der finanziellen Bildungsförderung, bei der das Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Es gibt verschiedene Arten von Stipendien, bei denen Studenten entweder einmalige oder regelmäßige Zahlungen über einen bestimmten Zeitraum erhalten. In Deutschland gibt es rund 2.300 verschiedene Stipendiengeber. Um ein Stipendium zu erhalten, sind nicht unbedingt herausragende schulische oder akademische Leistungen erforderlich. Jeder Stipendiengeber hat seine eigenen Kriterien und Voraussetzungen für die Vergabe. So kann beispielsweise soziales oder politisches Engagement, der Beruf der Eltern, die Konfession oder der Bildungshintergrund eine Rolle spielen.

Etwa 25% aller Stipendien werden von den 13 Begabtenförderungswerken vergeben, die häufig mit Organisationen verbunden sind, die bestimmte Weltbilder oder ideelle Werte verfolgen. Die Voraussetzungen für die Vergabe dieser Stipendien variieren stark.

Das Deutschlandstipendium wird sowohl vom Bund als auch von privaten Stiftern finanziert. Stipendiaten erhalten über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 300 Euro. Das Bewerbungsverfahren und die Voraussetzungen variieren je nach Hochschule, orientieren sich jedoch in der Regel an herausragenden Leistungen und gesellschaftlichem Engagement des Stipendiaten sowie hochschulinternen Kriterien. Im Jahr 2019 erhielten 28.159 Studenten eine Förderung durch das Deutschlandstipendium, wobei die Gesamtfördersumme über 29 Millionen Euro betrug.

Eine weitere Art des Stipendiums ist die Erasmus-Förderung für Auslandsaufenthalte. Hier erhalten Studenten für bis zu 12 Monate monatliche Zuschüsse zwischen 262 Euro und 368 Euro. Die Förderung umfasst sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge sowie Auslandssemester während der Promotion.

Studienfonds

Studienfonds sind eine Finanzierungsmöglichkeit für Studenten, bei der sie sowohl einmalige als auch monatliche Zahlungen während ihres Studiums erhalten können. Im Gegensatz zu einem Studienkredit ist die Rückzahlung der Finanzierung einkommensabhängig, wobei ein prozentualer Anteil des Einkommens über einen festgelegten Zeitraum zurückgezahlt wird. Die meisten Anbieter haben Schutzmechanismen, um die Studenten vor einer Überschuldung zu bewahren, wie beispielsweise ein Mindesteinkommen, ab dem die Rückzahlung beginnt.

Private und institutionelle Anleger investieren in Studienfonds, um die Ausbildung von Studenten zu unterstützen. Die Studenten erhalten finanzielle Unterstützung, Coachings und Zugang zu einem Firmennetzwerk während ihrer Studiendauer. Nach Abschluss des Studiums zahlen die Studenten einen festgelegten Anteil ihres Einkommens über einen bestimmten Zeitraum zurück. Dies dient sowohl den Investoren als Rendite als auch der Finanzierung des Studiums für nachfolgende Studentengenerationen.

Verschiedene Studienfonds haben unterschiedliche Kriterien für ihre Finanzierung. Beispielsweise finanzieren “Brain Capital” und “Chancen eG” die Studiengebühren, während die “Deutsche Bildung AG” nicht nur Studiengebühren, sondern auch Lebenshaltungskosten und andere mit dem Studium verbundene Ausgaben finanziert.

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