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22 February 2025

Spezialklasse (DDR)

Förderung Bildungsförderung

Die Spezialklassen für Mathematik, Physik und Chemie waren Einrichtungen in der DDR, die hochbegabte Schüler an Universitäten und Hochschulen förderten. Sie wurden nicht dem Ministerium für Volksbildung, sondern dem Staatssekretariat bzw. Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen unterstellt. Die Gründung basierte auf einer Anweisung des Staatssekretariats aus dem Jahr 1964. Obwohl es Unterschiede in der Zuständigkeit gab, wurden die Begriffe “Spezialklassen” und “Spezialschule” teilweise synonym verwendet. Zum Beispiel wurden die Spezialklassen an der Humboldt-Universität als “Spezialschule Mathematik/Physik” bezeichnet. In Riesa wurden sie entweder als Spezialklassen oder S-Klassen bezeichnet.

Aufbau und Inhalt

Die Spezialschulen nahmen Absolventen der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule (POS) auf und unterschieden sich von anderen Schulen dadurch, dass sie bereits ab der 9. Klasse den Stoff der 11. und 12. Klasse bis zum Abitur unterrichteten. In den Fächern, die nicht ihrer Spezialisierung entsprachen, folgten sie den allgemeinen Lehrplänen der EOS, aber in den Spezialisierungsfächern ging der Unterricht weit darüber hinaus. Ihr Ziel war es, die Schüler direkt auf ein Hochschulstudium vorzubereiten und sie zu speziellen Studienstrukturen zu führen.

Der Unterricht wurde hauptsächlich von Hochschullehrern in den Spezialisierungsfächern sowie in Mathematik und Fremdsprachen geleitet. Im Vergleich zu anderen Abiturklassen war die Klassenstärke mit durchschnittlich 15 Schülern deutlich geringer.

Die einzelnen Spezialklassen

Im Jahr 1964 wurden an fünf Hochschulen Spezialklassen eingerichtet. In den 1980er Jahren wurden insgesamt 14 Spezialschulen für mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Fächer gegründet, darunter auch eine in Berlin, Halle, Magdeburg und Karl-Marx-Stadt. In diesen vier Städten gab es sowohl Spezialklassen an den Hochschulen als auch Spezialschulen. Als die Spezialklassen aufgrund der Angleichung an das westdeutsche Bildungssystem 1991 bzw. 1992 schließen mussten, konnten die Schüler zu den Spezialschulen wechseln und dort ihr Abitur machen.

Arbeitsgemeinschaften für Schüler

An verschiedenen Hochschulen und Universitäten in der DDR gab es Arbeitsgemeinschaften für Hochbegabte, wie die Arbeitsgemeinschaft Mathematik an der Technischen Hochschule Dresden (jetzt TU) oder den Bezirksklub Junger Mathematiker an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Bezirkskorrespondenzzirkel für Mathematik und Chemie an der TU Karl-Marx-Stadt (jetzt TU Chemnitz). Obwohl diese Arbeitsgemeinschaften nicht direkt mit den Spezialklassen verbunden waren, erhielten die Mitglieder Informationen über die Möglichkeit einer Spezialklassenausbildung.
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