„MINT Zukunft schaffen!“ ist ein deutscher Verein, der 2008 gegründet wurde, um den Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen anzugehen. Der Verein wird von Stiftungen, Verbänden, Vereinen und Arbeitgebern unterstützt und hat seinen Sitz in Berlin. Neben dem Ziel, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzt sich „MINT Zukunft schaffen!“ auch für eine Stärkung der Bildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein. Seit 2011 engagiert sich der Verein auch im Bereich der Digitalen Schule. Über 2000 Schulen tragen das Siegel MINT-freundliche Schule oder Digitale Schule.
Thomas Sattelberger war bis Ende 2021 Vorsitzender des Vereins. Nach ihm übernahm Hannes Federrath kommissarisch den Vorsitz, bis Christoph Meinel am 9. Mai 2022 zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.
Der Verein „MINT Zukunft schaffen!“ arbeitet eng mit Schulen, Unternehmen und Verbänden zusammen, um die MINT-Bildung zu fördern und die Zukunft der deutschen Wirtschaft zu sichern. Durch seine vielfältigen Initiativen trägt der Verein dazu bei, junge Menschen für die MINT-Fächer zu begeistern und ihnen Perspektiven in diesen Berufsfeldern aufzuzeigen. Mit dem Fokus auf die Digitale Schule wird zudem die Bedeutung von digitaler Bildung und Technologiekompetenz für die Zukunft betont.
Die Wahl von Christoph Meinel zum neuen Vorsitzenden zeigt das Engagement des Vereins für eine fortschrittliche MINT-Bildung und seine Bestrebungen, den Herausforderungen der digitalen Transformation gerecht zu werden. Durch seine Arbeit trägt „MINT Zukunft schaffen!“ dazu bei, Deutschland als führenden Standort für Innovation und Technologie zu festigen.
Handlungsschwerpunkte
Die Initiative hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer zu begeistern und die Anzahl der Studierenden in MINT-Studiengängen an Hochschulen zu erhöhen. Besonders wichtig ist auch die Steigerung des Frauenanteils in MINT-Ausbildungsberufen. Um diese Ziele zu erreichen, werden Schulen motiviert, gefördert und ausgezeichnet. Die Programme “MINT-freundliche Schule” und “Digitale Schule” spielen dabei eine wichtige Rolle. Unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz erhalten Schulen die Auszeichnung “MINT-freundliche Schule”, um ihre MINT-Schwerpunkte zu unterstützen. Zudem können Schulen ihr digitales Profil schärfen und die Auszeichnung “Digitale Schule” erhalten, um ihren Digitalisierungsstatus zu bestimmen. Es werden auch ehrenamtliche MINT-Botschafter ausgezeichnet, die sich sowohl an Schulen als auch in Unternehmen für MINT-Themen und -Bildung engagieren. Ein weiteres Anliegen der Initiative ist es, die Skepsis gegenüber Technologie in der Bevölkerung abzubauen.
Das Hauptziel des Programms “MINT Zukunft schaffen!” ist es, die MINT-Bildung in Deutschland sowohl qualitativ als auch quantitativ zu verbessern. Es werden Schulen mit einem erkennbaren Fokus auf MINT-Fächer ausgezeichnet und als “MINT-freundliche Schulen” anerkannt. Dies dient dazu, die Breitenförderung von MINT in Schulen voranzutreiben. Die Auszeichnung hat nicht nur Vorteile für die Schulen selbst, sondern auch für den öffentlichen Dienst und die Hochschulen. Bisher wurden deutschlandweit bereits 2000 Schulen als “MINT-freundliche Schulen” ausgezeichnet. Dieser Prozess findet jedes Jahr statt und basiert auf einem Kriterienkatalog mit 14 Schwerpunkten, an dem die Schulen beteiligt sind.
Schirmherrschaft
Angela Merkel war von 2008 bis Ende 2021 die Schirmherrin der Initiative “MINT Zukunft schaffen”, die sich für die Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik einsetzt. Beim 4. Nationalen MINT-Gipfel im Jahr 2016 betonte Merkel die Bedeutung dieser Initiative und erklärte, dass sie gerne dazu beiträgt, MINT-Fächer und -Berufe attraktiver zu machen. Sie betonte, dass es wichtig ist, junge Menschen frühzeitig für diese Bereiche zu begeistern und ihnen eine solide Wissensgrundlage zu bieten. Die Initiative “MINT Zukunft schaffen” hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Unternehmen viel erreicht und bietet Schülern, Auszubildenden und Studenten Orientierung sowie wichtige Impulse für Eltern, Lehrer und Unternehmer. Merkel zeigte ihr Engagement als Schirmherrin auch vor Ort in Buch am Erlbach, wo sie Jugendliche und Kinder außerhalb des regulären Schulunterrichts für Technik und Naturwissenschaften begeisterte. Mit dem Ende ihrer Kanzlerschaft wurde Olaf Scholz zum neuen Schirmherrn der Nationalen Initiative ernannt. Seine Aufgabe wird es sein, die bisherige Arbeit fortzusetzen und sich weiterhin für die Förderung von MINT-Fächern einzusetzen.