Ostwestfalenplan
Der Ostwestfalenplan war eine Wirtschaftsförderungsmaßnahme, die von 1953 bis 1969 von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und der Regierung des Regierungsbezirks Detmold unter Gustav Galle umgesetzt wurde. Ziel des Plans war es, dem ländlich geprägten Fördergebiet Ostwestfalen-Lippe, das zudem durch die Aufnahme einer großen Anzahl von Flüchtlingen belastet wurde, bei der Ansiedlung von Industrie zu helfen. Der Plan umfasste Maßnahmen zur Förderung des Verkehrs, der gewerblichen Wirtschaft und der Wasserwirtschaft.
Eine erfolgreiche Umsetzung des Ostwestfalenplans konnte vor allem in Bielefeld-Sennestadt verzeichnet werden, wo ein neues Stadtviertel entstand. Auch in Paderborn wurde die Industrie vergrößert und neue Produktionszweige wie die Möbelbranche und die Lebensmittelindustrie angesiedelt. Des Weiteren konnten im Kalletal und im Extertal Industriebetriebe angesiedelt werden.
Der Ostwestfalenplan war somit eine wichtige Initiative zur wirtschaftlichen Entwicklung und Unterstützung der Region Ostwestfalen-Lippe. Durch die gezielte Förderung von Verkehr, gewerblicher Wirtschaft und Wasserwirtschaft konnten neue Arbeitsplätze geschaffen und das wirtschaftliche Wachstum gefördert werden. Insbesondere in Bielefeld-Sennestadt, Paderborn, Kalletal und Extertal konnten positive Effekte durch die Ansiedlung von Industrie verzeichnet werden.
