Der Kulturfonds, gegründet 1949 vom Bundesvorstand des FDGB, der Bundesleitung des Kulturbundes und der Verwaltung für Volksbildung, spielte eine wichtige Rolle bei der Förderung der Kultur in der DDR. Die Gründer steuerten jeweils 150.000 Mark bei, und der Fonds wurde durch eine Kulturabgabe finanziert, die bei kulturellen Veranstaltungen und dem Verkauf von Tonträgern erhoben wurde. Diese Abgabe betrug 0,05 M oder 0,10 M, je nach Eintritts-/Verkaufspreis. Der Fonds kaufte regelmäßig Werke bildender Künstler an, obwohl es in den 1950er Jahren Kritik an der künstlerischen Konzeption gab. Einige dieser Werke befinden sich heute in der Neuen Nationalgalerie.
Nach dem Ende der DDR bildete der Kulturfonds den Grundstock der Stiftung Kulturfonds der neuen Bundesländer. Dies zeigt die wichtige Rolle, die der Fonds bei der Erhaltung und Förderung des kulturellen Erbes Ostdeutschlands spielt.