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9 July 2024

Bildungsgutschein

Förderung Subvention

Der Bildungsgutschein ist ein offizielles Dokument, das vom Staat ausgestellt wird und die finanzielle Unterstützung für Bildungskosten wie Schulgebühren, Studiengebühren oder Betreuungskosten gewährleistet. Dieses Instrument wird eingesetzt, um sicherzustellen, dass Bildung für alle zugänglich ist, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund. Der Bildungsgutschein kann entweder vollständig oder teilweise die Kosten übernehmen.

Eine spezielle Form des Bildungsgutscheins sind Studienkonten. Diese ermöglichen es den Studierenden, ihre Bildungsfinanzierung selbst zu verwalten. Mit einem Studienkonto erhalten die Studierenden eine bestimmte Menge an Geld, das sie für ihre Ausbildungskosten verwenden können. Dieses Geld kann für Studiengebühren, Lehrmaterialien oder andere bildungsbezogene Ausgaben verwendet werden.

Der Bildungsgutschein und das Studienkonto sind wichtige Instrumente, um sicherzustellen, dass jeder Mensch Zugang zu Bildung hat. Sie ermöglichen es Personen mit begrenzten finanziellen Mitteln, eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten und ihre beruflichen Ziele zu erreichen. Darüber hinaus tragen sie zur sozialen Gerechtigkeit bei und fördern die Chancengleichheit in der Gesellschaft.

Insgesamt ist der Bildungsgutschein ein effektives Mittel, um die Bildungsqualität und -chancen zu verbessern. Durch die Bereitstellung finanzieller Unterstützung trägt er dazu bei, dass Bildung für alle zugänglich ist und somit eine positive Auswirkung auf die individuelle Entwicklung und das Wachstum der Gesellschaft hat.

Das klassische Gutscheinmodell von Milton Friedman

Milton Friedman, ein bekannter Ökonom, schlug 1955 erstmals vor, die Finanzierung des Bildungssystems durch die Einführung von Bildungsgutscheinen zu verändern. Bei diesem Modell wird das Steuergeld nicht mehr direkt an die Bildungsträger gezahlt, sondern über die Schüler oder Auszubildenden umgeleitet. Die Auszubildenden erhalten einen Gutschein, mit dem sie sich bei einer staatlich anerkannten Bildungseinrichtung bewerben und deren Leistungen bezahlen können. Der Gutschein ist auf den Namen des Auszubildenden ausgestellt und nicht übertragbar. Die Bildungseinrichtung löst den Gutschein bei der Staatskasse ein und verwendet das Geld für ihre Kosten wie Personal und Räume. Jeder Auszubildende erhält einen festgelegten Grundwert, der unabhängig vom Einkommen der Eltern ist. Dieses Finanzierungsmodell soll die bisherige kostenlose Bildung in staatlichen Einrichtungen und staatliche Subventionen für private Bildungseinrichtungen ersetzen.

Herstellung von Chancengleichheit und pädagogischem Wettbewerb

Der Bildungsgutschein ist eine alternative Form der staatlichen Bildungsförderung, bei der der Staat nicht mehr Schulen finanziert, sondern direkt den Schülern unterstützt. Dieses System bietet Schulen und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, sich im Wettbewerb um Schüler und Lehrkräfte zu profilieren. Dabei ist Transparenz in Bezug auf Qualität und Kosten sowie pädagogische Freiheit von großer Bedeutung. Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Privatisierung der Schulbildung durch den Einsatz von Bildungsgutscheinen. Kritiker befürchten eine verstärkte soziale Segregation. Eine freie Schulwahl führt laut Studien dazu, dass Schulen mit Schülern aus höheren sozioökonomischen Schichten bevorzugt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass Schulen selektivere Aufnahmekriterien haben, um leistungsstarke Schüler anzuziehen. Die Kosten für Schulbildungsgutscheine variieren je nach Schulart und liegen pro Schüler zwischen 3.362 € und 5.236 €. Darüber hinaus haben Kinder und Jugendliche Anspruch auf monatliche finanzielle Leistungen, um am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen zu können. Diese Leistungen können durch personalisierte Gutscheine oder Direktzahlungen erbracht werden.

Anwendung von Bildungsgutscheinen

In den Vereinigten Staaten wurden Bildungsgutscheine eingeführt, um ärmere Bevölkerungsschichten Zugang zu besseren Schulen zu ermöglichen. Aufgrund der strikten Trennung von Staat und Kirche sind staatliche Zuschüsse an private Schulen jedoch nicht möglich. In Deutschland hingegen werden private Schulen durch staatliche Subventionen finanziert. Schulevaluationen in angelsächsischen Ländern haben gezeigt, dass es große Qualitätsunterschiede zwischen öffentlichen Schulen gibt, was viele Eltern dazu veranlasst, ihre Kinder in andere öffentliche Schulen zu schicken. Tony Blair hat die Schulbezirke aufgehoben und die Schulwege subventioniert.

Im New York City School Voucher Experiment erhielten einkommensschwache Familien Bildungsgutscheine, mit denen sie sich Nachhilfe und Bildung an einer privaten High School ihrer Wahl kaufen konnten. Nach vier Jahren wurden die Leistungen der Gutscheingruppe mit denen der Kontrollgruppe verglichen. Dabei zeigte sich, dass es keinen Unterschied in den Mathe- und Leseleistungen zwischen Weißen, Hispanics und Asiaten gab. Schwarze Schüler aus der Gutschein-Gruppe schnitten bei den Leseleistungen etwas besser ab als schwarze Schüler aus der Kontrollgruppe, bei den Mathematik-Leistungen gab es jedoch keinen Unterschied. Ähnliche Ergebnisse wurden auch bei Gutschein-Experimenten in Dayton und Milwaukee festgestellt.

In Chile wurden ab 1981 Bildungsgutscheine weit verbreitet eingesetzt, was zur Gründung von über 1000 Privatschulen führte. Eine Studie aus dem Jahr 2005 zeigte jedoch keine objektive Verbesserung der Lernergebnisse, sondern eine deutliche Trennung der Schülerschaft.

Auch in Deutschland sind Bildungsgutscheine als Finanzierungsmöglichkeit für Freie Schulen und Freie Hochschulen vorgeschlagen worden.

Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit

Der Bildungsgutschein ist eine Bescheinigung, die von der Bundesagentur für Arbeit an Arbeitnehmer oder Arbeitslose ausgestellt wird und die Voraussetzungen für die Förderung einer beruflichen Weiterbildung bestätigt. Er dient als Zusicherung eines zukünftigen Verwaltungsakts und muss vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme beim ausgewählten Träger vorgelegt werden. Die Gültigkeitsdauer beträgt maximal drei Monate. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung, sondern die Gewährung liegt im Ermessen der Behörde. Um gefördert zu werden, muss die Weiterbildung notwendig sein, der Arbeitnehmer muss vorab beraten worden sein und die Maßnahme sowie der Träger müssen zertifiziert sein. Teilnehmer einer geförderten Bildungsmaßnahme erhalten Arbeitslosengeld in Weiterbildung, falls Ansprüche auf Arbeitslosengeld bestehen.
Die Ansprüche können während der Maßnahme eingefroren werden, jedoch mindestens für 30 Tage bestehen bleiben. Die Kosten für den Lehrgang, Lernmittel, Arbeitskleidung, Prüfungsstücke, Prüfungen und Eignungsfeststellungen werden für Inhaber eines Bildungsgutscheins übernommen. Es besteht auch Anspruch auf Erstattung von Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen, wenn die Maßnahme außerhalb des Tagespendelbereichs stattfindet. Die Erstattung erfolgt auf Basis von Pauschalen und Höchstgrenzen. Seit 2009 geht die Zahl der ausgegebenen Bildungsgutscheine kontinuierlich zurück.
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