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12 September 2024

Nationale Plattform Elektromobilität

Förderung Wirtschaftsförderung

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) war ein Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung, das sich mit Elektromobilität befasste. Das Ziel war es, Deutschland bis 2020 zum führenden Markt und Anbieter für Elektromobilität zu machen und 30.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Plattform wurde am 3. Mai 2010 ins Leben gerufen und bestand aus Vertretern der Industrie, Politik, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften. Am 31. Dezember 2018 wurde die Arbeit der NPE beendet und die Themen in die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) integriert.

Geschichte

Die Förderung der Elektromobilität in Deutschland begann mit dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) der Bundesregierung im Jahr 2007. Es wurden konkrete Maßnahmen ergriffen, die erstmals bei der Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität Ende 2008 diskutiert wurden. Im Rahmen des Konjunkturpakets II im Jahr 2009 wurden Förderprogramme auf den Weg gebracht, und ein Industriekonsortium verpflichtete sich, 360 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung von Lithium-Ionen-Akkus zu investieren.

Das Konjunkturpaket II schrieb Fördermittel in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro für Projekte in 15 Themengebieten aus. Die Projekte wurden von verschiedenen Ministerien koordiniert, wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Der Projektträger Elektromobilität des BMU war für die Koordination zuständig.

Im September 2009 wurde das Forum Elektromobilität als Teil der Systemforschung Elektromobilität der Fraunhofer-Gesellschaft eröffnet. Das Forum sollte die Forschung der beteiligten Fraunhofer-Institute in Zusammenarbeit mit Industriepartnern bündeln. Die Förderung des Vorhabens erfolgte bis 2011 durch 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Dies war der erste Umsetzungsschritt des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität.

Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität wurde 2010 im Kanzleramt zur Chefsache erklärt. Um die Elektromobilität voranzutreiben, wurde die Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO) gegründet. Im Rahmen dieser Initiative wurde auch die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben gerufen. Die beteiligten Partner verpflichteten sich zur Einrichtung von Arbeitsgruppen und zur Erstellung eines Zwischenberichts. Dieser Zwischenbericht wurde im November 2010 vorgelegt und beschrieb den Stand der Entwicklung sowie die Erwartungen der Industrie und Forschung.

Im Jahr 2011 folgte ein weiterer Bericht, in dem die Entwicklungsmöglichkeiten präzisiert wurden. Allerdings war die Industrie der Meinung, dass das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 mit den damaligen Fördermaßnahmen nicht erreicht werden konnte. Dennoch zeigte die Nationale Plattform Elektromobilität auf, dass das Ziel mit geeigneten Anreizen noch erreicht werden könnte. Dies wurde auch bei einer internationalen Konferenz im Mai 2013 von der Bundesregierung bestätigt.

Insgesamt investierte die Bundesregierung zwischen 2010 und 2014 rund 1,5 Milliarden Euro in die Förderung der Elektromobilität. Mit dem vierten Bericht schloss die Nationale Plattform Elektromobilität die Marktvorbereitungsphase ab und präsentierte ein Maßnahmenpaket für den Markthochlauf. Dieses Paket legte dar, wie Deutschland die gesteckten Ziele bis 2020 erreichen könnte. Es wurde betont, dass zusätzliche Anreize notwendig sind, um das Eine-Million-Ziel zu verwirklichen.

Im Juni 2015 wurde das erste Elektromobilitätsgesetz in Deutschland vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Die Bundeskanzlerin kündigte auf der Nationalen Konferenz Elektromobilität im selben Jahr weitere Fördermaßnahmen an, die Ende des Jahres beschlossen werden sollten. Schließlich wurde im Frühjahr 2016 ein Förderprogramm mit Kaufprämien als finanzielle Anreize eingeführt. Bundeskanzlerin Merkel musste im Mai 2017 jedoch einräumen, dass das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 wahrscheinlich nicht erreicht wird.

Am 19. September 2018 wurde der Bundeskanzlerin der Fortschrittsbericht 2018 übergeben, der den aktuellen Stand der Elektromobilität in Deutschland bewertet und einen Ausblick auf die Entwicklung bis 2025 gibt. Das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen wird nun für das Jahr 2022 prognostiziert. Im Zuge der Übergabe des Berichts wurde die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) in die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) integriert, wie es im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode angekündigt wurde.

Dieser Bericht zeigt, dass Deutschland Fortschritte bei der Einführung von Elektrofahrzeugen gemacht hat, aber auch noch Handlungsbedarf besteht, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Es wird erwartet, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Elektromobilität in Deutschland weiter voranzutreiben.

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