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22 October 2024

Reinhardt-Programm

Förderung Subvention

Das Reinhardt-Programm war ein wirtschaftspolitisches Sozialprogramm, das während der Zeit des Nationalsozialismus eingeführt wurde, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Es wurde nach Fritz Reinhardt benannt, der zu dieser Zeit Staatssekretär im Reichsfinanzministerium war und die Gesetzgebung für die Umsetzung der Maßnahmen leitete. Das Programm führte dazu, dass Deutschland im Jahr 1936 als eines der ersten Länder nach der Weltwirtschaftskrise wieder Vollbeschäftigung erreichte. Dies war ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Wirtschaft und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Deutschland während dieser schwierigen Zeit. Durch das Reinhardt-Programm wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass die Arbeitslosigkeit abnahm und die Menschen wieder in Beschäftigung gebracht wurden. Das Programm hatte einen großen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und trug dazu bei, die soziale Situation im Land zu verbessern. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Erholung nach den wirtschaftlichen Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise und zeigte, dass es möglich war, durch gezielte Maßnahmen die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Das Reinhardt-Programm ist ein Beispiel für eine erfolgreiche wirtschaftspolitische Maßnahme in einer schwierigen Zeit und hat gezeigt, dass mit dem richtigen Ansatz positive Ergebnisse erzielt werden können.

Historischer Hintergrund

In Deutschland stieg die Arbeitslosenzahl aufgrund der Weltwirtschaftskrise bis 1932 auf 6.120.000 Menschen. Die Reichsregierung reagierte darauf mit verschiedenen Maßnahmen, die im Reichsfinanzministerium entwickelt wurden. Einige Ökonomen und Theoretiker wie Rudolf Hilferding waren skeptisch gegenüber Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung und bevorzugten eine finanzielle Orthodoxie. Auch Heinrich Brüning war dieser Meinung. Aufgrund der vorangegangenen Hyperinflation war das Ziel, die Währung durch Sparpolitik zu stärken. Dies führte jedoch zu steigender Arbeitslosigkeit, sozialen Härten, Steuererhöhungen und Einschnitten in die sozialen Sicherungssysteme. Die Befürworter der Sparpolitik sahen es als notwendig an, den Staatshaushalt ausgeglichen zu halten, da der Kapitalmarkt keine Finanzierung eines Defizits ermöglichte. Letztendlich erwiesen sich diese Maßnahmen als kontraproduktiv und verschärften die Krise.

In den 1930er Jahren gab es eine Debatte über die richtige wirtschaftspolitische Strategie, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Auf der einen Seite standen die Anhänger des Keynesianismus, darunter Finanzexperten, Ökonomen und Politiker wie Franz Hochstetter, Wilhelm Lautenbach, Fritz Reinhardt, Carl Schmitt und Franz von Papen. Sie plädierten dafür, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen durch staatliche Anreize zu steuern und die Wirtschaft durch erhöhte Staatsausgaben und expansive Geldpolitik anzukurbeln. Tatsächlich wurde am 14. Juli 1932 unter der Regierung Papen eine Notverordnung erlassen, die erste Schritte in diese Richtung unternahm. Es wurden Arbeitsbeschaffungsprogramme eingeführt, wie zum Beispiel der Ausbau von Straßen, die Begradigung von Wasserwegen und subventionierte Schiffsbau- und Abwrackarbeiten. Gleichzeitig sollten private Unternehmen durch Steuergutscheine steuerlich entlastet werden. Diese Maßnahmen waren Teil einer umfassenderen Konjunkturpolitik, die darauf abzielte, die Wirtschaft anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Die Weimarer Republik war auf dem absteigenden Ast und es wurde erwartet, dass sich die Situation bald verbessern würde. Allerdings war es letztendlich Hitler und seiner Regierung, die von den positiven Auswirkungen der Programme profitierten. Währenddessen kündigte Franklin D. Roosevelt in den USA sein umfangreiches Arbeitsbeschaffungsprogramm, den New Deal, an. Hitler konnte im Juli 1932 bei den Wahlen in Deutschland seinen endgültigen Durchbruch erzielen, indem er versprach, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Dies gelang ihm, da nur die NSDAP ein Programm zur massiven Ausweitung von Krediten und zur Schaffung von Arbeitsplätzen hatte. Dadurch konnte sie ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln und erreichte einen Anteil von 37,3 %.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr tauschte Reichsminister der Finanzen Schwerin von Krosigk den jüdischen Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Arthur Zarden gegen den NSDAP-Finanzexperten Fritz Reinhardt aus. Reinhardt war von John Maynard Keynes und dessen Idee einer finanzpolitischen Wirtschaftssteuerung inspiriert und begann sofort mit der Umsetzung seines eigenen Arbeitsbeschaffungsprogramms.

Gesetzesgrundlagen

Das Reinhardt-Programm wurde im Jahr 1933 eingeführt, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln. Es beinhaltete verschiedene Gesetze und Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Steuererleichterungen. Das Programm begann am 1. Juni 1933 mit dem Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit, das dem Reichsminister der Finanzen eine Milliarde Reichsmark zur Förderung der nationalen Arbeit zur Verfügung stellte. Am 21. September 1933 folgte das Zweite Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit mit weiteren 500 Millionen Reichsmark und am 16. Oktober 1934 das Steueranpassungsgesetz sowie zehn weitere Steuergesetze. Insgesamt belief sich das Reinhardt-Programm auf ein finanzielles Volumen von 1,5 Milliarden Reichsmark, was heutzutage etwa 10 Milliarden Euro entsprechen würde. Mit diesen Maßnahmen wollte man die Wirtschaft ankurbeln und die Arbeitslosigkeit reduzieren.
Alles, was Sie über das Barkassenprogramm wissen müssen: Ein umfassender Leitfaden Leibniz-Institut für Wissensmedien

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